Digital Health durch IoT und Wearables – potential future and war for tracked, (un)trusted well(ill)ness ?

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Digital Health durch IoT und Wearables

Digitale und vorausgesagte Ziele innerhalb einer Systemgläubigkeit sollten nicht die physischen und psychischen Signale und gegebenen indiviuellen Grenzen übersteigen“

Antreibende Peitsche ohne Leder Seit mehreren Jahren sind zunehmend viele Menschen „versklavt“ mit einem activity tracker oder wearable. Wenn dieses Teil eine Verlängerung aus Leder hätte wäre es eher eine weitere „antreibende Peitsche“ im Mythos des sonst schon anspruchsvollen und herausfordernden Work-Life-Balance.

Wearables und IoT als Basis für „Digital Health“ Pulsmesser, Fitnessuhren, Watt-Leistungsmesser, GPS-Trackers kennen wir seit Jahren und zusammen mit den parallel laufenden hoch-technologisierten Weiterentwicklungen von z.B. Sensoren, Chips, Smartphones, Apps, Cloud, Wearables, Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, Bluetooth, WLAN, NFC entstehen neue Möglichkeiten für andere Anwendungen und Formfaktoren.

Der Drang nach übertriebener Wellness führt zur Illness ? Per laufenden Warnmeldungen (Mikroverletzungen) der Wearables bezüglich zu wenigen Bewegungen pro Zeiteinheit wird man allenfalls mal zum hyper-aktiven Wellness-Abhängigen. Durch weitere Messparameter und dann auch Vorhersagen wie z.B. Puls, Schlafphasen, Kalorienverbrauch wird man noch mehr fremdgesteuert im Bezug auf Einschlaf- / Aufweckphasen, Bewegung, Arbeit und Essverhalten. Aus meiner Sicht ist auch hier wieder mal die Frage nach dem ertragbaren Mass und Verhältnismässigkeit gefragt um sich nicht noch weiter fremdsteuern zu lassen im heutigen Mainstream von Internet, Social Media, Mail, Smartphone und letztlich der Systemgläubigkeit.

Die „Big Mother“ passt auf uns Kinder und unsere Digital Health Data auf oder eben nicht ? Im Zuge der weiter voranschreitenden Globalisierung speziell in den Bereichen von Cloud, Big Data, App Economy und Plattform-Daten-Kapitalismus wie z.B. Microsoft, Google, Amazon, Apple werden wir uns auch Fragen stellen müssen was irgendwann mal an sinnvollen oder weniger sinnvollen / unerwünschten Daten in falsche Hände geraten. Dabei geht es aus meiner Ansicht nicht um den Fakt, dass unsere Daten so oder so überall sicher und gleichzeitig auch unsicher sind sondern viel mehr um die Frage wie weit wir alle als Datenlieferanten die Beherrschbarkeit der Datenauswerter mitgestalten können. Beispiele welche in Zukunft Themen werden könnten: – Wollen wir aus Präventionsgründen unsere Vitaldaten laufend übermitteln an ein Medical-Center für Trends, Auffälligkeiten oder gar Warnungen und Notfall-Eskalationen? – Wie weit vertrauen wir an unsererseits hoffentlich wissentlich zugelassene Datenauswerter wie z.B. Krankenkassen, Versicherungen, Banken, Pflegeinrichtungen, Arbeitgeber, Rekrutierung, Behörden, Staat welche dann im Gegenzug das „Personen- / Gesundheits-Risiko“ dann hoffentlich belohnen mit tieferen Prämien / Risiko-Bewertung? – Werden wir künftig in den CVs von Kandidaten / Projektteilnehmern auch Fitness- und Activity-Werte vorfinden und teilweise einbeziehen in Entscheide und Risiko-Abwägungen? …

Regulatorisch gesteuerte Berechenbarkeit und Überwachung von Personen(Daten) Hoffen wir, dass in 10 oder 20 Jahren die Staats-Bevormundung (z.B. übergeordnete Staats-Krankenkassen oder Versicherungen) durch regulatorische Effekte oder globale Markt- / Risiko-Absprachen eine weitergehende Berechenbarkeit nicht zu gross wird von uns zunehmend datenliefernden Menschen.

Mensch und Maschine verschmelzen: Brain Computer Interface, Biosensor Chips Die zunehmende Distanz vom technischen rasanten Fortschritt zur langsamen Adaptionsmöglichkeit des Menschen (slow Evolution, Human Interface) und des menschlichen Gehirns (zu tiefe Nutzung des Potentials) hinterlässt schwer überwindbare Brücken (über welche wir gehen wollen und müssen…). Solche Brücken scheinen mittels der digitalen Transformation (Cloud, Big Data, Supercomputing, Künstliche Intelligenz) teilweise überbrückbar werden. Letzten Endes werden bereits jetzt schon vorhandene und funktionierende Konzept der Robotik und Biosensoren / Advanced Interfaces (z.B. SmartGlass, SmartLenses, eInk oder implantierte Chips) weitere Potentiale oder gar Notwendigkeiten generieren. Eine Art Brain Computer Interface für die noch direktere Koppelung (die Brücke…) von Sensoren, Human Interfaces, Processing scheint nicht mehr einfach nur eine Utopie (z.B. eInk) zu sein.

Umgekehrte Welt – neue technische Weltordnung – Computer Company search for best human talents … Wie würden wir umgehen – derzeit noch bisschen utopisch – wenn eine autonome „reine“ Computer Company in einem staatlich geschützten Umfeld dann „best human talents“ rekrutiert für deren zu überschreitenden Brücken? Selbsterklärend würden dann solche „reine“ Computer Companies nur die besten vernetzten Menschen finden der technokratischen Elite (siehe weiter unten) und die freiwilligen oder teilweise unfreiwilligen Abwender nicht finden (wollen) …

Vertrauen – Manipulation – Sicherheit Es wird ein neues Spannungsfeld geben in welchem immer mehr auch Fragen des Vertrauens gestellt werden in Bezug auf Data Security, Privacy, Manipulation seitens Anwender (ev. ist ein anderes Familienmitglied oder ein Haustier aktiver und manipulierbarer temporärer Träger des Daten-Trackers…) und Sicherheit seitens App- / Cloud-Servicedienstleister (sind das wirklich meine und nicht verfälschte Daten…) von solchen Wearables oder Daten-Auswertungen im Big Data Umfeld

Ethik muss auch Platz haben in der High Tech Informationsethik ist ein grundsätzlicher und noch ungelöster Aspekt der digitalen Gesellschaft in der Nutzung / Datenanalytik von digitalen Assistenten. Anstehende Evolutionsschritte der zuerst begrenzten Nutzung am Körper, über die Erweiterung auf den Wohn-, Arbeits- und Pflege-Raum bis hin zu einer digitalisierten „smart city“ fordert und prägt auch letztlich die dosierte Regulation und Entwicklung von auch eGovernment. Ein Code of Ethic oder Code of conduct im Rahmen dieser Weiterentwicklungen durch Spezialisten, Unternehmen oder Behörden wird weitere Spannungsfelder erzeugen.

Misstrauen – Ablehnung – Offline-Abseits – deklariertes unberechenbares Risiko Es wird künftig weitere Zweiklassen-Gesellschafts-Formen geben: die voll-digitalisierten Digital-Natives mit Big Data Wissen (technokratische Elite ? mit aber niedriger Selbstkontrolle der persönlichen Daten) und die teil-offline-rückgeführten Abwender (mit bewusst höherer Selbstkontrolle der persönlichen Daten) – mit dann auch Sicht des Big Data als unberechenbares, da nicht erfasstes Risiko deklariert (?!)

eSkin die modernen Tätowierungen und Wearables der digitalen Zukunft Es ist zu erwarten, dass auf oder unter die Haut platzierte, sogenannte eSkins mit Chips oder Sensoren eine moderne Form von Tätowierungen darstellen könnten. Es bleibt die Hoffnung, dass diese Anwendung – im Gegensatz zu einer Tätowierung – möglichst noch lange freiwillig bleibt …

Technologischer Fortschritt als Allerheil-Mittel für das kranke Gesundheitswesen ? Es ist anzunehmen, dass die vielen Chancen der Digitalisierung auch positive Auswirkungen und Unterstützung bieten kann in Themen wie z.B. Gesundheitsprävention, Unfallprävention. Auch im Rahmen der voranschreitenden Demografie und neuen Betreuungs- und Wohn-Konzepten wie „betreutes, digitalisiertes Wohnen“ oder „modernen Pflege“ nimmt die Digitalisierung und technlogische Fortschritt eine tragende Rolle ein. Weitere Regulatorien wie das EPDG (Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier) verlangt nach einer intensiven, interdisziplinären Auseinandersetzung von unterschiedlichsten Experten / Task Forces für eine möglichst ausgewogene Stossrichtung in Bereichen wie Privacy, Data Security aber auch (informations)ethischen Aspekten. Digital eHealth könnte die Chance sein, um die „Zukunft vor der Vergangenheit zu schützen“ und nicht umgekehrt.

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