Digitalisierung – CybersecurityResilienz – Sensibilisierung : Von der Reaktion zur Prävention in ICT-Prozessen und ICT-Budget

Von der Reaktion zur Prävention in ICT-Prozessen und ICT-Budget

Früher waren ICT-Prozesse eher reaktiv gestaltet und initiiert worden


In den guten, alten Zeiten vor dem beängstigenden Erfolg und Siegeszug der organisierten Cyberkriminalität und deren äusserst erfolgreichen und finanziell einträglichen Kampagnen basierend auf dem beliebten Angriffsvektor „Social Engineering“ durch z.B. Phishing Attacken, Ransom / Spy Ware, Verschlüsselungs Trojaner etc. waren viele Wartungs- und Support-Prozesse eher reaktiv gestaltet.

Dafür gab es damals Gründe infolge z.B. der damalig mitunter noch kleineren Abhängigkeit des Business von der EDV und damals noch nicht so dynamischen und vitalen Bedrohungslage durch die Cyberkriminalität.
Entsprechend wurde mehr oder minder das repariert und optimiert was gerade anfiel bzw. nicht mehr funktionierte. Die Systemwartung, Programmierung und klassischer ICT-Support war vielfach für die Gegenwart und die rasche Bereinigung / „Flick“ ausgerichtet für das Aufrechterhalten der nötigen, bisherigen Basis-Funktionalität.

Proaktive Prävention und Innovation, auch zugunsten der künftigen Business Kontinuität

Die Zeiten von „Set it & forget it“ sind vorbei

Schlagfertige Präventivmassnahmen oder Präventivkampagnen – wie bei z. B. der SUVA – wären hilfreich.

Publizierter Print-Artikel in „Schwyzer Gewerbe“ – ksgv – CyberSecurityResilienz Sensibilisierung – Von der Reaktion zur Prävention in ICT-Prozessen und ICT-Budget – Nov 19

Digitalisierung – CybersecurityResilienz – Sensibilisierung : Schwachstelle Mensch – Cyber Security / Cyber Resilienz – Der Gartenbauer

Schwachstelle Mensch – Cyber Security / Cyber Resilienz

Die bedeutendste Schwachstelle im Bereich der IT-Sicherheit ist der Mensch. Das verdeutlichte Fridel Rickenbacher in seinem Referat und Workshop am Digital-Kongress für die Grüne Branche, den das netzwerk_G Mitte September in Zürich veranstaltete.

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Text: Petra Reidel, Dipl.-Ing. agr., Grafenau

 

Bei unglaublichen 90 % aller Angriffe hilft der Anwender, sprich Mitarbeiter, aktiv mit, dem Täter ein Erfolgserlebnis zu verschaffen. Meist ist es ein zu schneller Klick auf einen Link, einen Anhang oder aber auch ein zu schwaches Passwort, was fatale Folgen haben kann. Dies berichtete Fridel Rickenbacher zum Einstieg. Er ist Mitglied der execure ag / Swiss-IT-Security-Gruppe und besitzt einen gros­sen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der Cyber Security. «Wenn das System erst mal lahmgelegt ist, kann dies zu grossen Lieferverzögerungen bis hin zu hohen Konventionalstrafen führen», betonte Rickenbacher und bemerkte, dass das sprichwörtliche Gottvertrauen hier komplett fehl am Platz ist. Er empfiehlt die Null-Vertrauens-Strategie, das ist definitiv sicherer.

Die gesamte Arbeitswelt, aber auch das private Leben, streben auf eine immer massivere digitale Vernetzung zu. Bereits jetzt ist vieles miteinander verbunden, was uns häufig gar nicht bewusst ist. Im Privatbereich ist das beispielsweise die automatische Bewässerungsanlage, die sich per App steuern lässt. Genau hier ­docken die Unternehmen mit an, die für den Unterhalt oder die Pflege zuständig sind. «Die dunkle Seite der Macht ist viel weiter, als wir denken», so Rickenbacher. Virenprogramme schützen nur gegen bekannte Infekte. Zudem kennen Hacker die Sicherheitslücken immer vor dem Hersteller. «China ist Hersteller von Software und grossen Servern. Die teils eingepflanzten Chips, fähig, die kompletten Unternehmensdaten auszuspionieren, wurden vom chinesischen Staat toleriert», gibt der Spezialist einen kleinen Einblick in die Welt des Bösen und nennt neben China auch noch Russland und die USA, wenn es um Staatsspionage geht. «Die Frage ist auch nicht, ob etwas passiert, sondern wie oft es schon passiert ist», so Rickenbacher. Am Schlimmsten ist dabei neben dem wirtschaftlichen Schaden der Reputationsschaden für das Unternehmen. Es kann Jahre dauern, bis der gute Ruf wiederhergestellt ist. Mitarbeitende, die sich ausserhalb eines geschützten Netzwerkes befinden, sind leichter angreifbar. Eine Software für Schnittstellen mit entsprechender Voreinstellung bietet laut Rickenbacher einen besseren Grundschutz. Er empfiehlt eine mehrschichtige Sicherheitsstrategie. Komplex, zielgerichtet und äusserst effektiv, so lässt sich die heute meist verwendete Angriffsart einer Cyber-Attacke, im Fachjargon auch als APT bezeichnet (Advanced Persistent Threat), beschreiben. Dagegen hilft nur, die grosse Gefahr Mensch durch klare Regeln der Kommunikation im Netz zu sensibilisieren. Als Sicherheitsstrategie schlägt der Experte ein mehrstufiges Konzept vor: «Ein Backup im Betrieb, eines ausserhalb des Firmengeländes und eine Sicherheitskopie in der Cloud sind das Minimum.» Backup, Backup, Backup sowie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei E-Mails lautet seine Devise. Diese Kombination macht recht immun gegen kriminelle Erpressung im Netz. Grundsätzlich sollte man Cloud-Lösungen vertrauen, denn die dort herrschenden Sicherheitsvorkehrungen kann sich kein Einzelunternehmen leisten und letztlich basiert die gesamte Smartphone-Technologie auf komplexen Cloud-Lösungen, stellte Rickenbacher in den Raum.

Sicherheitstipps für Unternehmen

Im Workshop gab Rickenbacher weitere Tipps, wie es gelingt, die Mitarbeitenden zu sensibilisieren. «Da reicht es manchmal aus, auf dem Parkplatz einen USB-Stick zu verlieren, auf dem das Wort vertraulich klebt. Die Neugierde ist die grösste Versuchung und mit ziemlicher Sicherheit wird es einen Mitarbeiter geben, der diesen ungeprüften Stick in den Rechner steckt. Das ist dann ein guter Einstieg, die Gefährlichkeit solcher Aktionen zu kommunizieren.» Auslandsaufenthalte der Geschäftsleitung regen Kriminelle dazu an, gefälschte Überweisungsaufträge mit hohen Summen im Namen des Chefs an die Buchhaltung zu schicken. Meist mit einem extremen Zeitdruck versehen, sind die Mitarbeitenden überfordert und agieren somit ohne jegliches Hinterfragen, obwohl die Adresse des Absenders nicht exakt mit der des Chefs übereinstimmt. Schulungen sind hier hilfreich und auch der Hinweis, dass alles, was einem nicht ganz koscher vorkommt, vom IT-Service zu überprüfen ist. Wer ausserhalb des gesicherten Netzwerkes unterwegs ist, hat sich zudem an genaue Kommunikationsvorgaben zu halten. Auch erzwungene Kennwortänderungen in kurzen Rhythmen für alle Angestellten machen es Angreifern schwerer. Eine vierte verschlüsselte Datensicherung, die nur dann sichert, wenn der Systemstatus auf grün steht, senkt das Risiko weiter. «Ein Prozent Risiko bleibt aber immer bestehen, egal was man unternimmt», so der Sicherheitsexperte. Bei Vernetzungen mit Kunden rät Rickenbacher ebenfalls zu Aufklärung und proaktiver Kommunikation, die man sich durch eine Unterschrift bestätigen lässt, denn sonst haftet der GaLaBauer sogar mit.

Publizierter Artikel in „Der Gartenbauer“ – https://www.dergartenbau.ch/artikel/schwachstelle-mensch-cyber-security

Digitalisierung – CybersecurityResilienz – Sensibilisierung : Cybersouveränität der Schweiz ist relevant für die Zukunft der Digitalisierung

«Der Bund will eine deutlich aktivere Rolle übernehmen»

Cybersouveränität der Schweiz ist relevant für die Zukunft der Digitalisierung.

Ein intelligent orchestrierter, mehrschichtiger Cyberangriff auf systemkritische Infrastrukturen – das ist ein nach wie vor realistisches und beunruhigendes Szenario in der digitalisierten Welt. Fridel Rickenbacher hat dazu mit Peter Fischer, Leiter Informatiksteuerorgan des Bundes (ISB), gesprochen.

Publizierter Artikel in Spezial-Printausgabe „IT for Gov“ der Netzmedien / netzwoche.ch

IT-for-Gov_2019_Spezialausgabe_netzwoche_Interview_Peter_Fischer_ISB

und in Online-Ausgbabe bei netzwoche.ch

https://www.netzwoche.ch/news/2019-10-16/der-bund-will-eine-deutlich-aktivere-rolle-uebernehmen

Digitalisierung – CybersecurityResilienz – Sensibilisierung : Ein trainierter guter Plan und «Human CyberResilience Firewall» für bessere CyberResilienz

In den schon länger aufgekommenen dunkleren Wolken und dynamischen Bedrohungslagen der massiv vernetzten Digitalisierung  und Hybrid-Cloud sind technische und organisatorische Massnahmen ein lohnenswertes Investment zugunsten der «Business Continuity».

«Ein Idiot mit einem Plan kann ein Genie schlagen ohne Plan»

Der Spagat und das kritische Dreieck der «Human CyberResilience Firewall»

Publizierter Artikel im Schwyzer Gewerbe ksgv – CyberSecurityResilienz Sensibilisierung – Trainierter Contingency Plan und Human CyberResilience Firewall – Okt 19

Digitalisierung – CybersecurityResilienz – Sensibilisierung : Dialog Digitale Schweiz – Cybersicherheit – als Investition mehr als ein notwendiges Übel

Schutz und Sicherheit sind Grundbedürfnisse und wesentliche Elemente der Ausgestaltung der Digitalisierung.
Diese Investitionen sollten auch als gewinnbringende Chance betrachtet werden.

Publiziertes, mehrsprachiges Interview mit Fridel Rickenbacher, Senior Consultant, execure AG, Mitglied Swiss IT Security Group, bei „Dialog Digitale Schweiz“:

Deutsch: https://www.digitaldialog.swiss/de/dialog/cybersicherheit-als-investition-mehr-als-ein-notwendiges-uebel

Französisch: https://www.digitaldialog.swiss/fr/dialogue/la-cybersecurite-un-investissement-pas-un-mal-necessaire

Italienisch: https://www.digitaldialog.swiss/it/dialogo/sicurezza-informatica-un-investimento-piu-che-un-male-necessario

 

 

Digitalisierung – CybersecurityResilienz – Sensibilisierung – CyberSecurity und CyberResilience als geteilte Verantwortung und Investment

Gewinnbringendes Investment anstelle nur passiver Budgetposten
Für die IT ist es anspruchsvoll, konkrete Massnahmen für eine verbesserte Resilienz zu erarbeiten und diese budgetbelastenden Posten der Führungsetage und Entscheider verständlich und als gewinnbringendes Investment verkaufen zu können.

Wie es auch bei den Mitarbeitern / Human Kapital ist, so ist es auch bei CyberSecurity- und Hybrid-Cloud-Investitionen: Eine Firma kriegt die Mitarbeiter, Talente bzw. CyberSecurity- und Hybrid- Cloud-Potential welche sie verdient, adäquat bezahlt und proaktiv darin auch fortwährend investiert.

Leider scheint im Bereich der Cyber-Security / CyberResilience das reine «Gottes-Vertrauen» ausgedient zu haben. Das neue «Vater unser» oder «Ave Maria» scheint das «Null-Vertrauen» (zero trust)  zu sein gemäss «Stand der Technik». Offenbar hat sogar auch der Vatikan das eingesehen und seine Vertreter gesandt zum Microsoft CyberSecurity Center.


Publizierter Print-Artikel im Organ Schwyzer Gewerbe ksgv – CyberSecurity Sensibilisierung – CyberResilienz – Zero-Trust – Sept 19