Security by design in „massive interconnected“ Systems – BIM – SmartCity – IoT – eHealth

Die Industrie 4.0 und die entsprechende Digitalisierung der Planungs- und Bau-Prozesse mittels BIM fordert integrierte und robuste Prozesse als Rückgrat der “massive interconnected”, integrierten Schnittstellen und Collaboration.

Dies sollte auch auf Basis von resilient orchestrierten ICT-Systemen / sicherem Coding mit dem Fokus auf maximales, auditierbares «Security by design» / „Stand der Technik“ mit dem Ziel der bestmöglichen Angriffs- und Betriebs-Sicherheit bei maximalen Datenschutz- / Privacy-Aspekten unterstützt werden.

Ein solches denkbares «Security minded» Modell mit möglichst der Anwendung eines umfassenden „full stack security“ auf allen Ebenen dient auch als Sensibilisierung / Mindset zur maximalen Sicherheits-Orientierung und Auditierbarkeit in Systemarchitekturen mit allen Akteuren. Entsprechende Akteure Mensch – Prozesse – Technologie sind gemäss deren Stärken und Schwächen zu befähigen und passend einzusetzen.

Der «Plattform Kapitalismus» und die «massive Interkonnektion» im Rahmen der Digitalisierung und „verteilte Systeme“ wie auch z.B. BIM, CAx, Gebäudetechnik / Gebäudeleitsystem GLS, SmartCity, SmartHome, IoT, Big Data, eHealth ePDG Stammgemeinschaften, Künstliche Intelligenz AI, «Cyberphysical Systems» und „personenbezogenen Daten“ hinterlassen grundlegende technische und prozessuale Konzept- und Security-Fragen. Erschwerend kommt dazu, dass dann diese „verteilten Systeme“ zusätzlich aus regulatorischen oder normativen Compliance-Anforderungen auch noch gar möglichst lückenlos «managed» und «auditiert» werden müssen.

Nächste (R)Evolutions-Stufen der „Industrie 4.0“ / „Digitalisierung“ in Bereichen wie „Künstliche Intelligenz KI / AI“ werden grosse und neuartige Chancen zur „business model maturity“ und „data monetization“ generieren aber auch Risiken und Abhängigkeiten von „verteilten, massive interconnected Systemen“ zur Folge haben.

Jede Medaille hat bekanntlich immer 2 Seiten. Eine solche sogenannte „Dual-Use-Technologie“ wird automatisch auch leider wiederum die „dunkle Seite der Macht“ weiterentwickeln in Richtung von „Malicious Use of Artificial Intelligence“ (die bösartige Nutzung von AI) und daraus werden ernsthafte Risiken und grosse interdisziplinäre Herausforderungen für alle Akteure erwachsen bei der „falschen“ Verwendung neuer mächtigen Technologien.

Dass dann hierbei entsprechend adäquate und hochkomplexer werdende Abwehrmechanismen mit der gleichgelagerten Technologie (z.B. „cognitive Security“ , „predictive Security“)  zum Zuge kommen müssen liegt nahe. Hierbei wird auch im Rahmen der geforderten Interdisziplinarität eine „neue“ hilfreiche Transparenz über Sicherheits-Lücken / -Massnahmen und „best practices“ vonnöten sein zwischen den Technologie-Giganten, Staaten bzw. zwischen allen Akteuren.

Auch Grundsätze zur „Informations Ethik“ werden hier hilfreich sein in einer nötigen gesamtheitlichen Betrachtung und entsprechenden Massnahmen zur Förderung oder Erhaltung der „privacy by design“ bzw. zum Schutz von „personenbezogenen Daten“ der Daten-Subjekte.

Unterschiedliches Verständnis und Verwendung von entsprechenden Begrifflichkeiten (nur schon Security, Privacy, Plattform, Cloud, Open) verunsichern viele Akteure und bedürfen einer gemeinsamen Verständnisfindung und nachhaltige Sensibilisierung.

Neue und noch teilweise in Vernehmlassung stehende Regulationen > Gesetze aus Bundesbern zu Datenschutz-Aspekten (z.B. DSG, e-ID) sind noch nicht spruchreif und die möglichst europäisch / international orientierte Umsetzung (z.B. EU-DSGV0 / GDPR mit auch Privacy by design / Privacy by default / security by design, ePrivacy, eIDAS elektronische Signatur, ePDG) bzw. offene Formulierungen in Richtung „Stand der Technik“ noch verbesserungsfähig.

Ein reiner «Schweizer Datenschutz oder Schweizer Standard» in der Regulierung / Standardisierung / Normierung ist aktiv zu verhindern (bzw. mittels Orientierung an „Stand der Technik“ und europäische Standards und Regulationen zu optimieren), verbannt die Zukunft ins Ausland und es gehen adaptierbare Innovationen und Entwicklungen (auch Aufträge) im Ausland verloren ansonsten. Dass es letztlich hierbei auch um das marktrelevante Thema der Innovationskraft und des Business Maturitäts-Levels geht liegt auf der Hand.

Im Rahmen der «Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken NCS» und auch Nachfolge-Strategie NCS 2 werden ebenfalls adaptierbare Resultate und „best practices“ von den kritischen Infrastrukturen wie z.B. Kraftwerke, Stromversorgung, Flugverkehr, Verkehr, Militär, Spitäler zu erwarten sein welche wiederum auch den möglichst offen formulierte „Stand der Technik“ mitprägen.

Entsprechend möglichst offen formulierte «Open Systems / Standards» verlangen nach möglichst offener (cross-connect, transparency) aber zugleich möglichst sicherer Collaboration der Akteure (Mensch und Prozesse) mittels „verteilten Systemen“ und basierend auf „Stand der Technik“ als Widerspruch von möglichst isolierten, geschlossenen Systemen bei möglichst maximalen Sicherheits-Stufen.

Das Herz / Core-System gilt es zu intelligent orchestriert zu schützen

Das immer schneller pochende und geforderte „Herz des Core-Systems“ ist die Verfügbarkeit durch optimierte Angriffs- und Betriebs-Sicherheit der „massiven Interkonnektion der verteilten Systeme“.
Zunehmend sind geforderte Verfügbarkeiten und adäquate Ausfallszenarien abhängig von solchen „intelligent orchestrierten (Teil)Systemen“.
Damit alle einzelnen Kettenglieder der Wertschöpfungskette die forderten Dienste und Verfügbarkeit liefern können bedarf es unteranderem auch die Betrachtung der einzelnen „Akteure und Layers der Interkonnektion“.

OSI-Layer als eines von vielen Beispielen der nötigen Gesamtbetrachtung von der Collaboration von „verteilten Systemen“

Ein solches anerkanntes und hier im Kontext bewusst gewähltes, als einfach verständliches Modell ist das „OSI-Modell“. Das international seit über 30 Jahren bewährte OSI-Model ist ein Referenzmodell für Netzwerkprotokolle in der Betrachtung als Schichtenarchitektur der einzelnen Komponenten einer möglichst verlässlichen Kommunikation. Zweck des OSI-Modells ist, Kommunikation über unterschiedlichste technische, verteilte Systeme hinweg zu ermöglichen und die Weiterentwicklung zu begünstigen. Dazu definiert dieses Modell sieben aufeinander folgende Schichten (engl. layers) mit jeweils eng begrenzten Aufgaben zur auch Optimierung von Fehlersuchen und Spezialisierungen.

Im Rahmen der Gesamtbetrachtung der Verfügbarkeit und auch Angriffs- und Betriebs-Sicherheit eines verteilten Systems kommt auch mit dem Beispiel des OSI-Modells sehr klar und gut zum Vorschein, dass z.B. beginnend mit der Verkabelung / Übertragungsmedium (OSI-Layer 0 > 1) bis hoch zur Applikation (OSI-Layer 7) jede Ebene / jeder Akteur inkl. dem inoffiziellen OSI-Layer 8 (der Anwender / Mensch / künftig AI und „cyberphysical Systems“) eine relevante und vitale Rolle einnimmt in der Sicherheit und Verfügbarkeit von verteilten Systemen.

Es ist unschwer zu erkennen, dass viele Fach-Artikel, Produkte, Technologien und auch Hypes sich sehr fokussiert mit „nur“ den höheren OSI-Layern befassen, also mit z.B. der Anwendungsschicht (OSI-Layer 7) und dem Anwender selber (inoffizieller OSI-Layer 8).

Genau darum ist es wichtig, dass ebene sämtliche technische Komponenten, Schichten und prozessuale Methoden, Akteure (also eben als gewähltes Beispiel ALLE OSI-Layer 1 bis 8) bzw. alle Aspekte betrachtet werden.

Weitere Informationen und Checklisten
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Speziell mit eben der gesamtheitlichen Sicht auf den «Plattform Kapitalismus» und der stetig erhöhten Anforderung an die Verfügbarkeit und Angriffs- und Betriebs-Sicherheit der «massiven Interkonnektion» müssen alle diese Akteuren auch in einer nachhaltigen Interdisziplinarität noch besser miteinander abgestimmt werden mit dem Fokus auf „Stand der Technik“.

Einige, bewusst einfache Beispiele (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) zur Verständnisförderung:

  • Keine „massive Interkonnektion“ ohne verfügbare, verlässliche Stromversorgung im Haus / Gebäude / Quartier / Ort / Region / smartGrid / smartEnergy / Schwarm-Versorgung oder Staat.
  • mit Sensoren und IoT-Elemente durchwachsene CyberCity funktioniert nicht ohne Internet, Netzwerk, Strom oder gar benötigte redundant ausgelegte, ausfallgesicherte Netze oder neue Services und Technologien wie 5G.
  • DoS / DDoS Distributed Denial of Service Attacken mittels z.B. Botnetzen und auch beauftragt aus dem „Darknet“ können durch Überlasten oder auch Gegenmassnahmen wie temporär Sperren / Blockaden die Verfügbarkeit der vernetzten oder zentralisierten Systeme reduzieren.
  • Verfügbarkeitsverluste oder vitale Unterbrüche durch mindere Qualität von eingesetzten (Aktiv)Komponenten und Netzwerkkabeln.
  • Suboptiomal orchestriertes oder zu wenig zugunsten Angriffs- und Betriebs-Sicherheit optimiertes Common Data Environment (CDE) oder deren Schnittstellen / Microservices / Middleware / API
  • Bestandesaufnahme, Dokumentation, Lizenzen Verwaltung, Rechtedefinitionen, Daten- und Risiken-Klassifizierungen in einem nachvollziehbaren und beweisbaren Register für den ganzen «Data Life Cycle»
  • Aspekte und Massnahmen zu «system design by weakest user» z.B. auf Baustelle (?) oder ? à „user centric security“
  • Multilayer Security“-Gesamtsystem Ansatz zur Verständigung der möglichen prozessualen und technischen Ansatzpunkte und Notwendigkeiten einer gesamtheitlichen Sicherheits-Strategie. Über den Perimeter bis in den Kern zum „Mission Critical Asset“
  • Adäquate Backup- und Verschlüsselungs-Strategie je nach z.B. Daten-Klassifizierungen (z.B. Schutz von kritischen Daten gegen z.B. auch Verschlüsselungs-Trojaner oder lange nicht entdeckter „Malicous Code“), Aufbewahrung (10 Jahre), Archivierung und Datenschutzregulationen (z.B. Recht auf Löschung)
  • Geräte-, System- und Services-Monitoring mit auch „predicted“ Maintenance und „behaviour analysis“ als proaktives Früherkennungssystem und erste maschinenunterstützte Abwehrlinie.
  • Fokus und offene Formulierungen in ICT-Strategie und ICT-Planung in Richtung „Stand der Technik“, „security by design“, „security by default“, Daten- und Rechte-Minimierung
  • Fehlendes Business Recovery System & Business Contingency Planning
  • ICT-Risk Management, ICT-Risk-Versicherungswesen
  • Gesamtheitliche ICT-Strategie oder nur schon ICT-Planung, Führungsverantwortung (GL und VR) zu CyberSecurity.
  • KnowHow-Management, Personenabhängigkeiten und Stellvertretungen
  • Massnahmen gegen Anti-Shadow-IT (do NOT build new legacy systems)
  • Mitarbeiter Sensibilisierung und Training zur sicheren und effizienten Collaboration – Unkenntnis schafft Unsicherheit …
  • Personal Analytics mittels Assessment und Tests bei Rekrutierung / Anstellung oder Arbeit / Aufgaben / KnowHow in kritischen Projekten
  • Der Akteur Mensch kann (muss!) mittels dem Fakt(or) der möglichst Reduzierung der „human interaction“ und technischen und prozessualen Unterstützung des Automatisierungsgrads werden.

Entsprechend ist die nötige Sicherheits Strategy  BASS (Built Asset Security Strategy) die erste und wichtige Grundlage für eine der vielen Organisations Informations Anforderung OIR der ICT-Gesamtsicherheits-Architektur. Hier legt man die Basis wie die interne oder organisationsübergreifende Architektur adressierte Sicherheitsaspekte definiert und regelt. Diese soll möglichst offen formuliert sich an „Security by design“ und „Stand der Technik“ anlehnen und dadurch aufgefordert dynamisch bleiben in der fortwährenden Dynamik der Bedrohungslage in der CyberSecurity.

Unabhängig vom effektiv benötigtem Umfang und Anwendungstiefe je nach Projekt lohnt es sich in jedem Falle, diese Grundlagen zu definieren und eine umfassende Klassifizierung bezüglich z.B. Schutzniveau, Schutzklasse, Schadenspotential, personenbezogenen Daten umzusetzen und zu unterhalten. Je nach benötigten Überwachungsparameter können mittels adäquaten unterstützenden Automatismen oder Monitoring-Systemen oder Monitoring-Methoden wie z.B. SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition) oder Cloud-Monitoring-Systemen das operative bzw. „on going“ Sicherheits-Level (Betriebs- und Angriffs-Sicherheit) integriert überwacht werden.

Mit einem weiteren Hilfsmittel und Methode wie z.B.  BASMP (Built Asset Security Management), der Sicherheits Bewertung AIR (asset of information requirements of security) kann man entsprechende Anwendungsgrade erkennen und anwenden.

Damit ein solches Gesamt-System funktioniert und wirklich gelebt werden kann ist mittels entsprechenden weiteren Massnahmen und KnowHow-Transfer auch die Sicherheit auf Stufe der  Anwender (EIR employer’s information requirements of security) speziell zu integrieren in einem wiederkehrenden, «security minded» Sensibilisierungs-Prozess.

Damit auch externe dritte Akteure die gemeinsame Verantwortung des definierten Gesamt-Sicherheitssystem mittragen können müssen diese möglichst früh sensiblisiert, involviert, befähigt und bei Bedarf sogar zertifiziert werden.

Letztlich kann nach der möglichst umfassenden Integration aller Akteure (inkl. auch Vertragsrelevanzen) und entsprechenden Datenschutzfolgenabschätzungen auch die Organisation und Prozesse definiert werden für ein Incident Response Management mit Vorgaben für z.B. Sicherheitsvorfälle, Meldepflichten, Definition des Data Protection Officers DPO, Krisenkommunikation.

Aufgrund der Komplexität des Security Themas in einer Gesamtsicht ist es unumgänglich, die Zuständigkeit und Verantwortung je nach Projekt und teilnehmenden Akteure neu zu definieren innerhalb der teilnehmenden Akteuren (mit teilweise schon Erfahrungen und adaptierbaren «best practices» hierbei) oder externen Dienstleistern.

Je nach Umfang des Projektes oder Vertrages kann es mitunter nötig sein, weitergehende Analysen und präventive Massnahmen evaluieren zu lassen durch weitere Fachbereichs-Spezialisten für z.B. juristische, vertrags-technische, finanz-technische, ICT-security-technische Aspekte um evaluierte, absehbar weitergehende vitale Risiken zu minimieren.

Die Projektanforderung (das Was) rund um die Sicherheit sind adressiert in der  Sicherheits Bewertung AIR (asset of information requirements of security) und unterscheiden sich bzw. müssen gemappt bzw. stufengerecht adaptiert werden auf die Stufe der  Anwender (das Wie > EIR employer’s information requirements of security).

Bei vielen Bereichen sind unterschiedliche oder nicht abschliessende Definitionen erkennbar bei welchen nicht alles eindeutig festgestellt ist für das «Was», «Wie» und «Wann» und sind deshalb genauer zu definieren, um darauf basierend, auch die adäquat zur Verfügung zu stehenden Services rund um ICT bzw. Security orchestrieren zu können je nach Projekt. Hierzu sollten Elemente und Orientierungspunkte entsprechende schutzklassen-gerechte Anwendung finden aus Normen, Frameworks, Methoden wie z.B. PAS1192-5, CPNI, CEN, ISO (z.B. 27xxx), BSI, BS, OSSTMM, IFC, ITIL, CobIT, NIST, NCSC und anderen internationalen Standards.

Ein höherer BIM-Maturity-Level bzw. „Business Model Maturity“ kann grundsätzlich nur ganzheitlich erarbeitet, erreicht und erhalten werden, wenn alle Elemente auf dem adäquat angepassten Level durchgängig prozessual und technologisch passen und funktionieren >> also auch eine entsprechend passende Maturität der Gesamtsicherheit (Security Maturity Level)

Weitere Artikel:

https://fridelonroad.wordpress.com/2017/11/19/cybersecurity-und-sicherheit-ist-eine-gemeinsam-geteilte-verantwortung-security-awareness-7/

https://fridelonroad.wordpress.com/2018/02/08/bim-startet-durch-es-stellt-sich-aber-die-frage-nach-der-sicherheit/

https://fridelonroad.wordpress.com/2018/03/06/shre-to-evolve-45-licht-in-die-jahrelang-dynamisch-gewachsene-schatten-informatik-shadow-it/

https://fridelonroad.wordpress.com/2018/02/08/100-sicher-ist-die-digitalisierung-ist-durchgestartet-und-etabliert-sich-aber-ist-diese-technologisch-99-sicher-genug/

https://fridelonroad.wordpress.com/2018/01/05/shre-to-evolve-44-ict-glossar-teil-2-sensibilisierung-und-verstaendnisfoerderung-in-digitalisierung/

https://fridelonroad.wordpress.com/2016/01/24/the-bim-bang-heiliger-bim-bam-das-streben-nach-business-excellence-transformiert-die-bauindustrie/

https://fridelonroad.wordpress.com/2014/10/09/99-sicherheit-mensch-prozesse-technologie-risk-management/

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swissICT – swiss IT Magazine – Digitalisierung und Automatisierung sind keine Schreckgespenster

Publizierter Artikel bei swissICT / Swiss IT Magazine im Rahmen der Digitalisierungs-Serie von swissICT Redaktions-Mitglied Fridel Rickenbacher.

„Digitalisierung und Automatisierung sind keine Schreckgespenster“ Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizerischen Post

Staatsnahe Betriebe sind im Zeitalter von Digitalisierung und Industrie 4.0 mit ganz spezifischen Interessensansprüchen konfrontiert. Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Schweizerischen Post, sagt im Interview, wie sie die Herausforderungen in den neuen internationalen, digitalen Märkten meistern will. Fridel Rickenbacher hat nachgefragt und hatte da noch „ein paar Fragen“ 😉

ITM2017_12_SwissICT_Magazin-Digitalisierung-POST-CEO-Ruoff_Interview

 

CyberSecurity und Sicherheit ist eine gemeinsam geteilte Verantwortung – Security Awareness #7

CyberSecurity und Sicherheit ist eine gemeinsam geteilte Verantwortung 

Publizierter Artikel bei ksgv: ksgv.ch – Gewerbeverband – Ausgabe November 2017 – Fridels_BLOG_sh@re-to-evolve – CyberSecurity geteilte Verantwortung

Rund 90% der erfolgreichen und schädigenden  Hacker-Attacken bzw. CyberSecurity-Vorfällen basieren auf sogenannten Phishing-Mail-Angriffen oder Social Engineering (Clevere Manipulation der menschlichen Tendenz zum Vertrauen und dem darauf basierten (falschen) Verhalten).

Noch besorgniserregender ist der Fakt, dass die durchschnittliche Erkennungszeit eines solchen gezielten Angriffs mitunter mehrere Monate dauern kann. Die entsprechende, dadurch zusätzlich entstehende Gefahr des weiteren indirekten Schadens oder unerwünschten Nebeneffekten sind je nach Branche oder Ausmass gar existenzbedrohend.

Im Zuge der restriktiver werdenden Regulationen und Compliance-Anforderungen rund um z.B. Datenschutz-Gesetz DSG, Datenschutzgrundverordnung DSGVO / GDPR, Privacy Shield, FINMA können weitere Klagen oder Bussen erwachsen aus solchen erkannten oder unerkannten Gesamt-Sicherheits-Defiziten.

Obwohl die Digitalisierungs- und ICT-Strategie (und integriert die ICT-Sicherheit) – angelehnt an die Firmenstrategie – in der Verantwortung und letztlich auch Haftung der Führungs-Ebene steht, sollten auch die betroffenen Mitarbeiter beteiligt und sensibiliert / wachsam gemacht werden für den Umgang, Mithilfe und Massnahmen in der dynamischen Bedrohungslage.

Hierzu eignen sich – nebst technischen und organisatorischen Massnahmen – unterstützend auch stufengerecht verständliche Sensibilisierungs-Workshops mit aktuellen Beispielen, Visualisierungen und Erklärungen zur Anatomie von CyberSecurity-Attacken, bewusst wiederkehrende Newsletters oder E-Learning Modulen mit Tests.

Mittels Weisungen und speziell abgestimmten ICT-Sicherheits-Richtlinien – bei Bedarf als integrierter Bestandteil des Arbeitsvertrages – kann die angestrebt gemeinsam geteilte Verantwortung zur besseren Gesamt-Sicherheit unterstützt werden. Darin sollte auch geachtet werden auf den Schutz des Mitarbeiters durch z.B. klar verständliche Regeln und Abgrenzungen.

Die Mitarbeiter sollten dabei auch technisch unterstützt werden im gemeinsamen Kampf zugunsten des Datenschutzes und Kennwortsicherheit mittels integrierten Lösungen in Bereichen wie z.B. Daten-Verschlüsselung, Email-Verschlüsselung, Multi-Factor Authentication MFA, Information Rights Management IRM / Information Protection oder auch griffigen Kennwort-Richtlinien. Erst dann kann man von Datenschutz sprechen wenn auch effektiv die eigentliche Datensicherheit maximiert hat.

Je nach Branche / Funktion und damit allenfalls verbundener, erhöhter Sicherheits-Relevanz können auch bereits bei der Rekrutierung oder im Rahmen der Compliance und Regulation weitergehende Integritäts- oder Sensibilisierungs-Tests gemacht werden zur Erkennung und Beurteilung von firmen- oder projekt-relevanten Defiziten oder personenbezogenen Risiken.

Spezielles Augenmerk sollte auf die mobilen / externen Arbeitsplätze, Anwendungen und Geräte im z.B. Aussendienst, Niederlassungen oder HomeOffices gelegt werden mit geeigneten, proaktiven und monitored Services (z.B. vollautomatisierte, regelbasierte Verschlüsselung oder Datenklassifizierung) im Fokus einer integrierten Gesamt-Sicherheits-Lösung.

Zunehmend entstehen auch unterstützende Technologien auf Basis von künstlicher Intelligenz KI / artificial intelligence AI oder machine learning ML – dieses auch nötige „human-machine teaming“ (infolge bald erreichten Grenzen von „nur“ Technologie) eröffnet völlig neue Komplexitäts-Stufen und Sicherheits-Evolution im CyberSecurity-Bereich – aber leider auch auf Seite der Angreifer.

Die 100% Sicherheit wird es nie geben.
Jedoch kann die Technologie + die Prozesse + der Faktor Mensch (human-machine teaming) ein angemessenes Sicherheits-Schutz-Niveau von rund 99% in gemeinsamer Orchestrierung erreichen. Der restliche, nicht erreichbare Anteil ist und bleibt Bestandteil des (Rest)-Risiko-Managements.

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«Phishing Mail»
Unter dem Begriff Phishing versteht man Versuche, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit Identitätsdiebstahl zu begehen. Ziel des Betrugs ist es, mit den erhaltenen Daten den entsprechenden Personen oder Firmen zu schaden. Es handelt sich dabei um eine Form des Social Engineering, bei dem die Gutgläubigkeit des Opfers ausgenutzt wird

«Social Engineering»
Clevere Manipulation der menschlichen Tendenz zum Vertrauen und dem darauf basierten (falschen) Verhalten). Beispiele: Telefonanrufe mit Vortäuschen und Erfragen von Kennwörtern / Bankkonten / sensitive Daten, Phishing Mail

“Multi-Factor Authentication”
Die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ist eine Methode der Computerzugriffskontrolle, bei der ein Benutzer nur dann Zugriff erhält, wenn mehrere Authentifizierungsmechanismen erfolgreich einem bestimmten Authentifizierungsmechanismus präsentiert werden – typischerweise mindestens zwei der folgenden Kategorien: Wissen (etwas, das sie kennen z.B. Kennwort) , Besitz (etwas, das sie haben z.B. Smartphone) und Inhärenz (etwas, das sie sind z.B. Emailidentität).

«CyberSecurity»
Cyber Security ist eine Sammlung von Richtlinien, Konzepten und Maßnahmen, um persönliche oder firmensensitive Daten zu schützen. „Cyber Security verbindet technische und organisatorische Aspekte, zum Beispiel Sicherheitssysteme, Prozessdefinitionen, Leitlinien oder Pflichtenhefte. Auch Schulungen zur Sensibilisierung von Mitarbeitern spielen eine wichtige Rolle.

swissICT – swiss IT Magazine – Informatik sollte unsere fünfte Landessprache werden

Publizierter Artikel bei swissICT / Swiss IT Magazine im Rahmen der Digitalisierungs-Serie von swissICT Redaktions-Mitglied Fridel Rickenbacher.

„Informatik sollte unsere fünfte Landessprache werden“

Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich, sieht Chancen in der digitalen Zukunft der Schweiz. In den «ETH News» sagte er kürzlich, dass die Voraussetzungen bestünden, mit der ICT eine ähnlich leistungsfähige Industrie aufzubauen, wie die Pharma es heute sei. Fridel Rickenbacher hat nachgefragt und hatte da noch „ein paar Fragen“ 😉

ITM2017-10-Swiss-IT-Magazin-Digitalisierung-ETHZ-Guzzella_Interview

http://www.swissict.ch/publikationen/swissict-magazin/interview-Guzzella

Digitalisierung – Die Schweiz hat die Bedeutung der künstlichen Intelligenz lange unterschätzt – MIT-GROUP

Digitalisierung – Die Schweiz hat die Bedeutung der künstlichen Intelligenz lange unterschätzt – MIT-GROUP   


Menschen können am besten mit Menschen arbeiten, und das sollte auch so bleiben“, sagt Prof. Dr. Jana Koehler, Professorin für Informatik an der Hochschule Luzern und beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit künstlicher Intelligenz, Software-Architektur und der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Interview: Fridel Rickenbacher, Mitglied Redaktion swissICT, Mitbegründer und Partner MIT-GROUP

Wir müssen den Datenschutz noch ernster nehmen als bisher und auch wirklich durchsetzen.“

Link zum Interview welches publiziert wurde bei swissICT und Swiss IT Magazine.