Digitalisierung – „security minded but open minded“ – ksgv.ch Kantonal-Schwyzerischer Gewerbeverband

Digitalisierung – „security minded but open minded“ – Fridel’s BLOG bei ksgv.ch Kantonal-Schwyzerischer Gewerbeverband

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Security by Design

Security by Design

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Fast 90% der erfolgreichen Cyberangriffe beginnen mit Phishing-Attacken oder der auch als „Social Engineering“ bezeichneten Manipulation von Menschen, um an deren vertrauliche Informationen zu kommen. Die Schadsoftware gelangt z.B. per Email-Anhang, über schädliche Links oder „infizierte“ Webseiten auf das System. Das Risiko, von einem derartigen Angriff getroffen zu werden, kann man heute mit verhältnismäßig kleinem Budget und relativ einfach beherrschbaren und automatisierten Cloud-Services massiv reduzieren. Es eignet sich z.B. Office365, Emailsignierung und / oder –verschlüsselung, Managed Mailsecurity, Managed Security oder ein einfaches Cloud-Backup.

Die unverändert wichtigste Grundlage für alle Schutzmaßnahmen sind aktuelle, korrekt eingerichtete und laufend aktualisierte Betriebssysteme. Und natürlich Programme wie Virenschutz, Anti-Malware-Monitoring oder Baseline-Analyzer, die den PC auf Sicherheitslücken überprüfen. Auch hier gibt es bereits proaktive und zentral verwaltbare Lösungen, die sich geschickt kombinieren lassen.

60% des Datenverlusts, der den Ruf oder die Existenz einer Firma bedrohen könnte, entsteht durch Diebstahl. Dieses Risiko kann mittels gut kombinierbaren Cloud-Services auf ein Minimum reduziert werden. Wer zum Beispiel seine Emails oder sogar alle Daten verschlüsselt überträgt, regelmäßig Backups in der Cloud sichert oder auch auf einer Gesamtlösung in der Cloud aufbaut, minimiert die Bedrohungslage deutlich.

Im Zentrum der Computer-Kriminalität steht allerdings unverändert der Mensch / Mitarbeiter als Ziel. Mitarbeiter können jedoch als aktive Beteiligte im Kampf gegen IT-Risiken miteinbezogen werden. Mit einer generellen Sensibilisierung dem Thema gegenüber, gezielten Schulungen, aber auch über eine IT Security Policy, die im Arbeitsvertrag verbindlich hinterlegt werden kann.

Sicherheit als explizite Anforderung in einen  Entwicklungsprozess aufzunehmen und  ganzheitliche Sicherheitsmaßnahmen von der Initialisierung an zu berücksichtigen ist richtig. Mit kombinierten Maßnahmen lässt sich gut eine “Security by Design” / “Security by Default” Gesamtlösung realisieren, die an die Anforderungen des europäischen Datenschutzes angepasst ist. Weitergehende Anforderungen und Compliance-Vorgaben gemäß der eigenen IT-Firmen-Strategie werden durch präventive Maßnahmen sinnvoll und budgetierbar unterstützt.

“Make or buy”-Entscheidungen im Bereich dieser Managed Security Services sind mittlerweile relativ einfach geworden. So gibt es international tätige Services-Anbieter, die mit Security-Spezialisten im 7x24h-Betrieb arbeiten. Die Milliarden-Investitionen in die globalen Sicherheitsgesamtaspekte von kritischen Infrastrukturen zeigen hier natürlich bereits Wirkung. Da mit der zunehmenden Größe einer Industrie die Kosten pro Einheit abnehmen – der sogenannte „economy of scale“-Effekt – ist bereits heute eine erschwingliche Nutzung solcher Enterprise-Lösungen auch für kleine und mittlere Unternehmen sowie Non-Profit-Organisationen möglich.

Über den Autor:   
Fridel Rickenbacher ist Mitgründer des Schweizer ICT-Total-Unternehmens MIT-GROUP – sowie Mitglied von diversen Fachgruppen wie z.B. „Privacy und Security“ und „Informationsethik“ bei SI, Akteur bei “Nationale Strategie gegen Cyberrisiken (NCS)” des Bundes und Redaktions-Mitglied bei swissICT.

Foto: Copyright shutterstock.com, wk1003mike

Privacy, Security, Anonymity, Infoethik > all about your Safety? or not?

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Meine persönliche Meinung und teilweise auch Teil-Resignation:

Es gibt wahrscheinlich kein Themenbereich (z.B. Safety, Security, Privacy, Anonymity) in welchem die Diskussion und Fachmeinungen so unterschiedlicher nicht sein könnten …

Erschwerend kommt dazu, dass es hier dann gleichzeitig auch noch um Grundsätze / Aspekte der Gesellschaft, Ethik und Grundsatz-Rechte geht.

Wenn man hier dann noch diese Aspekte sogar noch «digitalisiert» (Digital-Gesellschaft, Informations-Ethik…) unter der unaufhörlichen Transformation in die voll-digitalisierte Gesellschaft wird es nicht einfacher a) eine persönliche, b) eine technisch fachliche und c) eine gesellschaftlich mitverantwortende Stellung zu beziehen und mit aller Konsequenz zu vertreten

Auch ich habe eine Art «Mission» … in meinem Falle ist mein Credo «share to evolve» … und hier beginnt schon ein Universum zu erwachsen an Widersprüchen… und dann eben auch mitunter (Teil)Resignationen in z.B. auch der digitalen Ignoranz… obwohl ich KONSEQUENT und IMMER ASAP (wenn ich eine Innovation als adaptionsfähig erachte für mich oder auch mein Umfeld / Kunden) sämtlich mir verfügbaren technologischen Features nutze wie z.B. Emailsignierung, Emailverschlüsselung, Multifactor Authentication MFA, PGP, TrueCrypt, Festplattenverschlüsselung, OS-Verschlüsselung, Datenverschlüsselung, BIOS-Security, TPM, Festplatten-Sperre etc.

Wie wahrscheinlich alle von unseren Fachexperten-Gruppen-Teilnehmern teile ich Wissen und Erfahrungen mit Gleichgesinnten, Kunden, Coachees, Sparringpartnern, Zuhörer, Leser, Interessierten und erkenne hier eine gewisse zwingende technische und persönliche Offenheit / Hinwegsetzung hinweg über alle Grenzen der oben genannten Aspekte…

Wie können wir als Experten erwarten, dass auch jene Experten mit auch teilweise bekannten, gefährlichen Halbwissen (geschweige den Standard-Informations-Workers…) sich konsequent an einzelne, technisch nutzbare Basis-Hilfsmittel oder Basis-Regeln halten …

Wenn ….

  • Der Plattform-Kapitalismus und globale Allianzen von z.B. Google, Amazon, Microsoft, Alibaba so einladend / vermeintlich kostenlos ist und täglich unteranderem mit der persönlichen Privacy bezahlt wird … und dann die bereits bezahlte Rechnung mit der Privacy dann auch noch weitergereicht wird an den Meistbietenden für z.B. Advertising, Adressenvermarktung, Nutzerverhalten, Predicted Computing etc.
  • Das offiziell, deklariert letzte Windows 10 / Office (als ein Beispiel von vielen „Mainstream“-Produkten) dann metamorphiert zu einem ongoing «Windows / Office as a service» und dann wiederum alles sieht, erkennt, sammelt, aktualisiert, updated und vorhersagt – und eben die Meisten das ja sogar wollen bzw. in deren Convenience das als nützlich betrachten und die daraus provozierten, SEHR GROSSEN Themen der Privacy, Security, Safety, Anonymity dann mitunter auch naiv missachten oder vergessen.
  • Cloud-Dienste wie Google, Amazon, Microsoft, Office-Suites bzw. grundsätzlich alle Cloud-Services von jedem Benutzer überall, geräte- und standort-unabhängig und ohne (Medien)Unter-Bruch seamless genutzt werden wollen… mit entsprechenden laufenden Data- / Analytic-Streams quer über das ganze Internet-Universum und über alle System- und Geografie-Grenzen hinweg
  • Die Digitalisierung und digitale Gesellschaft ihren Tribut fordert und die (R)Evolution und Innovation unaufhörlich uns alle zu letztlich freiwillige oder unfreiwillige Bewohner macht von «smart cities» mit einer lückenlosen Überwachung und schwindelerregenden Sensoren-Dichte … zu weit? Dann lasst uns doch mal ansonsten all die anderen «smart citizens» betrachten mit all ihren uneingeschränkt akzeptierten «wearables», «activity trackers» und «smartphones» zulasten derer Privacy (je nach technischer und persönlicher (Fein)Einstellung…)
  • Es wird künftig weitere Zweiklassen-Gesellschafts-Formen geben: die voll-digitalisierten Digital-Natives mit Big Data Wissen (technokratische Elite ? mit aber niedriger Selbstkontrolle der persönlichen Daten) und die teil-offline-rückgeführten Abwender (mit bewusst höherer Selbstkontrolle der persönlichen Daten) – mit dann aus Sicht des Big Data als unberechenbares, da nicht erfasstes Risiko deklariert (?!)
  • wie erreichen wir dann diese beiden Extreme in welcher Form ??? …Ich erzähle hier ja nicht viel Neues… aber nur schon der viel interne Diskurs bei Fachexperten-Gruppen und «Meinungsgrätschen» vor jeglichem Kontakt mit der Aussenwelt / Bildungspyramide / Kunde sagt mir persönlich schon einiges aus zum Punkt der (Teil)Resignation der digitalen Ignoranz…
  • und ja: ich (hoffentlich wir alle) kämpfen unermüdlich dagegen an und wollen nicht resignieren… und wir wollen auch unsere Zuhörer / Nachahmer nicht vergraulen und nicht verlieren… aber wir tun gut hier allenfalls genau darum auch andere Wege und Kompromisse zu finden – und wenn es nur kleine Schritte oder Phasen sind.
  • «I have nothing to hide, so who worry? Or so many people think. If you are so sure, then please email me (unencrypted…) all your usernames and passwords for all your email and social media accounts … i didn’t think so»
  • Privacy and anonymity are not the same thing… genau darum sind alle so verunsichert und wir müssen ihnen helfen aber zuerst uns selber einig werden / Beschlussfassung finden und halt mal auch über den Schatten springen unserer eigenen vermeintlichen Missionen… und dann halt mit ersten stufengerechten auch GANZ EINFACHEN Teil-Schritten beginnen wie eben z.B. Internet-Nutzungs-Regeln, die gute alte „Netiquette“, Kennwortsicherheit, Email-Signierung, electronicID und dann auch Email-Verschlüsselung / Aufklärung zu den verschiedenen Formen der Cloud-Services etc.

ICT-Online-Offline-Balance – ein Ding der (Un)möglichkeit?!

unerreichbar

Ein neues Berufsbild oder gar Berufung könnte « ICT-Offline-Therapie » werden im digitalen Informations-Austausch-Wahn und 7x24h-Online-Präsenz

Publizierter Artikel im Management Magazin von sia.ch MM_06_2014_ITBox

 Die Arbeit auf 7 Tage verteilen zu können mittels ICT-Technologien, ergibt grundsätzlich einen grossen Freiheitsgrad aber birgt auch eine Gefahr von einer zu einseitig entschwindenden Entgrenzung der Arbeit und Dauer-Erreichbarkeit. Es sollte uns selber (oder notfalls mit Hilfe von Spezialisten oder Technologien) gelingen, im Moment zu leben ohne ständig online zu sein in der unterschwelligen Furcht etwas verpassen zu können. „Fear of missing out“ ist schon ein gängiger Begriff um diesen krankhaften und optimierbaren Zustand erklären zu versuchen. Die fortwährende und vorallem auch immer dynamischer werdende Informationsflut und „Krieg der Informations- und Aufgaben-Delegation“ zwingt viele Personen und auch ICT-Systeme in die Knie aufgrund fehlenden Regeln, Workflows oder schlicht mangels gesundem Menschenverstand.

Sich selber einer Art „Informations-Diät“ zu erzwingen kann unterstützt werden mit einfachen Regeln oder Filtern in den gängigen Mail-, Social-Media- oder Collaborations-Programmen. Oder noch pragmatischer: Wer braucht wirklich die progressive „Push-Funktion“ auf dem Smartphone welches mehrmals pro Stunde eine „Mikroverletzung am Gehirn / Konzentration / Arbeit und letztlich Privatsphäre“ generiert? >> siehe auch anderen Artikel hierzu

Eine der besten aber effektiv-schwächsten Erfindungen im Internet-Zeitalter ist das Medium Email welches ohne Unterstützungen mittels z.B. Regeln, Workflows oder ergänzenden Ersatz-Systemen wie z.B. Yammer, OneNote, Sharepoint, Evernote, Delve sehr schnell zum „Work-Life-Balance“-Killer werden kann.

Die Privatsphäre wird mittels Email, Whatsapp, SMS, Facebook, Twitter sehr schnell missbraucht von fordernden Absendern welche kurz vor deren Feierabend noch eine dringliche Aufgabe mit sehr grosser Erwartungshaltung am nächsten frühen Morgen (oder gar am gleichen Abend) erledigt haben wollen und dabei mitunter auch eigene Versäumnisse, Projekt-Missstände oder verhinderbare Fehler bequem und vermeintlich ohne Konsequenzen delegieren versuchen.

Die Effektivität von digitalen Informationsmedien scheint aufgrund z.B. der begrenzten Aufnahme- und Bearbeitungs-Fähigkeit (auch Ablenkbarkeit oder begrenztem adaptiven Lernen) des menschlichen Gehirns zunehmend nur noch mit unterstützenden, zukünftigen Technologien wie z.B. strukturierterem Informationsaustausch mittels gemeinsam festgelegten Regeln / Workflows oder gar mittels „Künstliche Intelligenz / Machine Learning“ oder „Big Data / Data Mining“ sichergestellt zu werden.

Ein Wissensvorsprung und gar Wettbewerbsvorteile sind weitere Faktoren welche zu solchen neuen, unterstützenden ICT-Technologien führen.

Schliesslich können zunehmend leider nur „echte Maschinen“ den „working anytime and everywhere“ Menschen unterstützen im neuen „sharing focussed“ Informations-Austausch-Zeitalter welches zunehmend auf „extracted output“ und „customized work“ basiert – wenigstens während der Schlafenszeit oder Ruhepausen … also doch bald eher „Online-Offline-Balance“ anstelle „Work-Life“?